Kappadokiens Weine
Die Geschichte des türkischen Weines
Bereits im 5. Jahrtausend v.Chr. wurde in Anatolien Wein erzeugt. Das belegen archäologische Funde mit Darstellungen der Weinherstellung. Anatolien ist das Zentrum des türkischen Weinanbaus. Die Weinproduktion in der Türkei geht zurück, bis in das Jahr 3.000 v.Chr. Während der Osmanischen Zeit war die Menge der Produktion von Wein durch Gesetze begrenzt. Die herrschenden Sultane ließen keine unkontrollierte Weinherstellung zu. Erst mit der Gründung der Türkei durch Atatürk, im Jahre 1923, wurden die Beschränkungen wieder aufgehoben. Atatürk war als Weinliebhaber bekannt und förderte die Gründung privater Weingüter.
Weinanbau
Die Weinindustrie der Türkei expandiert in der Zeit von 1970 bis 1980 rasend schnell. Der Verbrauch durch Touristen verhalf der Industrie zur Hochkonjunktur. Ab Mitte der 80er Jahre legten viele Winzer mehr Wert auf Qualität als auf Quantität des edlen Tropfens. Diese neue Richtung wurde auch schnell belohnt durch internationale Anerkennung und Auszeichnungen einzelner Sorten. Heute erzeugen die türkischen Winzer rund 80 Millionen Liter Wein jährlich, der in die ganze Welt exportiert wird und immer mehr Weintrinker und -kenner überzeugt.
Bestimmt wird die Weinbauszene in der Türkei nur von einigen wenigen Großkellereien. Die Jahresproduktion 2006 nur der drei größten Weinhersteller in der Türkei betrug ca. 33 Millionen Flaschen pro Jahr.
Anbaugebiete der Türkei
Die meisten der Trauben wachsen in der Marmara-Region, an der Ägäischen Küste um Izmir herum, hoch bis Canakkale und im Hochland von Zentralanatolien. Hier werden allerdings nur ca. 5% der Trauben zu Wein verarbeitet, der Rest wird entweder gegessen, zu Sirup veredelt oder zu Rosinen getrocknet. Aber auch das Gebiet um Kappadokien ist berühmt für die Qualität seiner hervorragenden Weine.
Die Trauben Kappadokiens
In Zentralanatolien herrscht ein kontinentales Klima mit harten Wintern und heißen Sommern vor. Die Rebsorten Kalecik Karası, Papazkarası, Dimrit, Bogazkere und Öküzgözü (alles Rotweinsorten), sowie die Weißweinsorten Emir, Narince und Hasandede wachsen hier besonders gut. Die Gebiete liegen um Ankara herum, in Kırıkkale, Kırşehir und Niğde.
Die lokalen Traubensorten Bogazkere und Öküzgözü wachsen auch im südöstlichen Teil der Türkei und sind bekannt für seine 1A Qualität und geben einen ausgezeichneten Rotwein, der allerdings auch seinen Preis hat.
Narince Trauben wachsen in Tokat, im Norden von Zentralanatolien und reifen zu einem geschmackvollen Weißwein heran. Auch die Sauvignon Blanc-Traube gedeiht auf türkischem Boden und unter der türkischen Sonne bestens.
Qualität - nicht Quantität
Gerade in den letzten beiden Jahren hat sich gezeigt, dass nun auch die türkischen Winzer nicht nur auf erlesene Weine spezialisiert haben, sondern auch dazu übergegangen sind, die Etiketten und die Flaschen entsprechend aufzupeppen. Wein ist in der Türkei nicht gerade preiswert. Hohe Inlands-Verbrauchssteuern haben dafür gesorgt, dass eine Flasche Wein der mittleren Qualität umgerechnet ca. 6 Euro kostet.
Die außergewöhnlich guten Weine fangen in der Türkei preislich ca. bei 15 Euro an. Weinanbau, Produktion und Abfüllung werden kontrolliert und unterliegen strengen Kriterien. Die Weinunternehmen der Türkei haben aufgrund der langen Weintradition und immer besseren Qualitäten, gute Chancen und eine aussichtsreiche Zukunft vor sich, um am Weltmarkt den einzigartigen Geschmack und die Qualität ihrer hervorragenden Weine durchzusetzen. (Quelle: antalya.de)
Winzer in Kappadokien
Familienbetrieb in Uçhisar, Kappadokien
Gegründet: 1972
Volumen: 300.000 Liter
Einführung in die Geschichte und Kultur Türkischer Weine
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